Ev. Friedens-Kirchengemeinde Düsseldorf (Friedenskirche)

1) Beckerath-Orgel in der Friedenskirche (III/36)

erbaut von Rudolf von Beckerath, Hamburg, 1955
renoviert und erweitert von Hans-Ulrich Erbslöh, Hamburg, 2006/07

Mechanische Spieltraktur, elektrische Registertraktur

 

Die Orgel der Friedenskirche wurde 1954/55 von der Hamburger Orgelbaufirma Rudolf von Beckerath mit drei Manualen, Pedal und 34 Registern erbaut und etwa ein halbes Jahr später nach dem großen Schwesterinstrument in der Düsseldorfer Johanneskirche am 20. Januar 1955 eingeweiht. In ihrer Konzeption und Klanggestaltung greift sie auf den norddeutschen Or­gelbarock zurück, der in Hamburg und Umgebung durch Arp Schnitger (1648 – 1719), den berühmten Orgelbauer seiner Zeit in dieser Gegend, vertreten wurde.

Die Disposition, d. h. die Zusammenstellung der Register der Orgel, wurde ganz eng an eine heute nicht mehr existierende Orgel von Schnitger 1709 in der St. Matthias-Kirche in Jork im alten Land angelehnt. Rudolf von Beckerath übernahm für die Düsseldorfer Orgel den „klassischen Werkaufbau“ in einem schlichten Holzge­häuse, bei dem die dreimanualige Anlage der Orgel ersichtlich ist. Hinter den drei übereinander liegenden Pfeifenfeldern in der Mitte der Orgel befinden sich das Positiv, das Hauptwerk und das Oberwerk. Zu beiden Seiten wurden die großen Pedaltürme errichtet.

Eine Musikerempore ließ die Orgel eine Etage höher entstehen, und für eine mechanische Traktur mit pneumatischer Registratur musste ein mit Plexiglas verse­hener Verbindungskanal geschaffen werden.

Pedal (C-f'):   I. Positiv (C-g'''):
Untersatz 32' Holzgedackt 8'
Prinzipal 16' Blockflöte 4'
Oktave 8' Prinzipal 2'
Oktave 4' Oktave 1'
Nachthorn 2' Terzian 2f.  
Rauschpfeife 2f.   Scharf 3f.  
Pedalmixtur 6f. 2' Krummhorn 8'
Posaune 16' Tremulant  
Trompete 8'    
Trompete 4'    


 
     
II. Hauptwerk (C-'''): III. Oberwerk (C-g'''):
Bordun 16' Gedackt 8'
Prinzipal 8' Quintadena 8'
Rohrflöte 8' Prinzipal 4'
Oktave 4' Rohrflöte 4'
Spielflöte 4' Kleinflöte 2'
Nasat 2 2/3' Quinte 1 1/3'
Oktave 2' Sesquialter 2f. 2 2/3'
Mixtur 6f. 1 1/3' Scharf 4f. 1'
Trompete 8' Dulzian 8'
    Tremulant  


 
     
Auxiliar (C-g''')    
Chamade 16'-8'-4'    
koppelbar in allen Lagen an alle Klaviaturen


Spielhilfen:
Mechanische Koppeln (Fußpistons):
III/II, I/II, III/P, II/P, I/P
Elektrische Koppeln:
III/II 16'+8'+4', III/I 16'+8'+4', I/II 16'+8'+4',
III/III 16'+4', I/I 16'+4', III/P 8'+4', II/P 8', I/P 8'

Setzer mit 10.000 Speichermöglichkeiten,
erweiterbar durch Speicherung auf USB-Stick

Replayanlage mit Speicherung auf USB-Stick

Midi-Fernsteuerung für Tasten- und Register
zum Stimmen der Orgel

 

renovierte und erweiterte Beckerath-Orgel in der Friedenskirche
 
Pfeifen der Beckerath-Orgel in der Friedenskirche
 

  

2) Beckerath-Chororgel in der Friedenskirche (I/5)

Die Orgel befindet sich im Chroraum der Friedenskirche,
erbaut von Rudolf von Beckerath, Hamburg, 1957

 

Manual (C-f'''):   Beckerath-Chororgel Friedenskirche Düsseldorf
Gedackt   8'
B+D
Rohrflöte 4'
B+D
Prinzipal 2'
B+D
Quinte 1 1/3'
B+D
Scharf 3f.
B+D
     
Pedal (C-f'):    
angehängt