Ev. Friedens-Kirchengemeinde Düsseldorf (Friedenskirche)

„Wir wollen Ihnen ein großes Dankeschön dafür aussprechen, dass Sie durch Ihren finanziellen Beitrag die vielfältige Arbeit Ihrer Gemeinde und der anderen Ebenen der Evangelischen Kirche im Rheinland möglich machen.“ Mit diesen Worten wendet sich Präses Manfred Rekowski direkt an alle Gemeindeglieder, die Kirchensteuer, Kirchgeld und andere Beiträge leisten.

Aber wie kommen Ihre Kirchensteuern denn nun überhaupt zur Gemeinde? Per Verfassung unseres Staates haben die Kirchen das Recht, Kirchensteuern zu erheben. In der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) steht das Besteuerungsrecht den Kirchengemeinden zu. Der Staat zieht die Kirchensteuer im Auftrag (und gegen Bezahlung) der Kirche ein.

Geld kommt bei uns allerdings erst an, nachdem ein komplexes Teilungsverfahren zwischen EKiR, Kirchenkreis Düsseldorf und unserer Gemeinde durchlaufen ist. Dahinter steht seit fast 100 Jahren der Gedanke, dass das Kirchensteueraufkommen einer Düsseldorfer Kirchengemeinde nicht von der Höhe des Einkommens ihrer Gemeindeglieder abhängig sein soll. Seit einigen Jahren verteilen wir die in Düsseldorf verbleibenden Kirchensteueranteile unter den Gemeinden allein auf der Grundlage ihrer Gemeindegliederzahl.

Die Kirchensteuern, die unsere Gemeinde erreichen, stellen zusammen mit Einnahmen aus Vermietung gemeindeeigener Wohnungen und Zinsen die Finanzmittel dar, mit der die Friedens-Kirchengemeinde ihre Arbeit tun kann. Trotzdem kann die Gemeinde damit nicht haushalten, wie sie möchte. Sie muss sich an Verordnungen der Landeskirche halten, wie zum Beispiel für den Erhalt ihrer Gebäude zu sorgen oder Rücklagen zu bilden. Über die frei verfügbaren Einnahmen entscheidet das Presbyterium, indem es unter Mithilfe der Verwaltung jährlich ein Haushaltsbuch erstellt und verabschiedet.

Aufgabe des Finanz- und Verwaltungsausschusses, der aus Presbyterinnen und Presbytern sowie zwei sachkundigen Gemeindegliedern besteht, ist im Wesentlichen, die Erstellung des Haushaltsbuches vorzubereiten. Manche Vorschläge für das kommende Jahr können schnell von allen akzeptiert, andere müssen lange und sorgfältig diskutiert werden. Am Ende glückt sehr oft die Übereinstimmung aller Ausschussmitglieder. Der gemeinsam erarbeitete Vorschlag wird dann dem Presbyterium zum Beschluss unterbreitet. Regelmäßig wird dieser Vorschlag angenommen.

Ebenso ist es Aufgabe des Finanz- und Verwaltungsausschusses, die jährlichen Rechnungsabschlüsse festzustellen. Alles in allem ist für die Mitgliedschaft in diesem Ausschuss eine gute Portion Ausdauer erforderlich. Die Tätigkeit mag auf den ersten Blick trocken erscheinen, ist aber für ein Funktionieren der gemeindlichen Arbeit
unverzichtbar.

Beate Duchardt, Finanzkirchmeisterin