Ev. Friedens-Kirchengemeinde Düsseldorf (Friedenskirche)

Seit dem 1. Januar 2001 wird in der Evangelischen Kirche im Rheinland das besondere Kirchgeld erhoben. Es ist ein Beitrag zur Steuergerechtigkeit. Es wird von solchen Kirchenmitgliedern erhoben, deren Ehegatte keiner Steuer erhebenden Religionsgemeinschaft angehört - und zwar dann, wenn der Partner, der in der Kirche ist, kein oder nur ein geringes Einkommen bezieht. Ausgangspunkt ist dabei das gemeinsame Familieneinkommen beider Ehegatten. Das besondere Kirchgeld richtet sich nach dem Lebensführungsaufwand, also dem Teil des gemeinsamen Einkommens, das dem Ehepartner, der der Kirche angehört, rechtlich zusteht, über das er also selbstständig verfügen kann.

Wenn beispielsweise ein allein verdienender Familienvater konfessionslos ist, aber seine Frau und seine Kinder in der evangelischen Kirche sind, zahlte diese Familie bisher keine Kirchensteuer - obwohl sie mehrheitlich zur Kirche gehört. Es geht beim besonderen Kirchgeld nicht um eine Steuer für Ausgetretene, sondern darum, die Mitglieder im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit zur Mitfinanzierung der kirchlichen Aufgaben heranzuziehen. Denn die Kirche ist auch eine Solidargemeinschaft.