Ev. Friedens-Kirchengemeinde Düsseldorf (Friedenskirche)

Innenraum - ehemaliges Gemeindezentrum Gladbacher Str. 25

Schon in den frühen fünfziger Jahren wird die Notwendigkeit erkannt, für Hamm ein eigenes Gemeindezentrum zu bauen. Diese Pläne verlagern sich jedoch durch das besonders starke Anwachsen des dritten Bezirks zunächst in den östlichen Bereich der Gemeinde, wo ein fünfter und sechster Pfarrbezirk entsteht. Zunächst für die Corneliusstraße 131 projektiert, wird nach jahrelanger Planungs- und Bauphase in der Pionierstraße 61 das Gemeindezentrum Immanuelkirche gebaut und 1967 seiner Bestimmung übergeben. Gleichzeitig wird der Bau eines Zentrums für Hamm auf den Weg gebracht. Nach quälend langen Vorüberlegungen, größten Schwierigkeiten bei der Erstellung und nahezu verdoppelten Baukosten gegenüber dem ursprünglichen Ansatz, wird nun keineswegs in Hamm, sondern im Jahr 1972 in der Gladbacher Straße 25 das Gemeindezentrum für den vierten Bezirk in Gebrauch genommen.

Leider machten die rückläufige demographische Entwicklung (bei gleichzeitig sinkenden Kirchensteuereinnahmen sowie neu eingeführte Vorschriften für - nicht unbeträchtliche - Rückstellungen hinsichtlich des Substanzerhalts) einen Weiterbetrieb unmöglich, so daß wir das Gemeindezentrum Gladbacher Str. Ende Februar 2010 sowie die Immanuelkirche Ende 2013 schließen mußten. Ungeachtet dessen konnten wir alle bisherigen Aktivitäten besagter Zentren am Gemeindezentrum der Friedenskirche fortsetzen und z. T. sogar ausweiten.   Innenraum - ehemalige Immanuelkirche, Pionierstr. 61

Damit sind die wesentlichen weiteren Bauunternehmungen der Evangelischen Friedens-Kirchengemeinde kurz angezeigt. Immerhin sei noch erwähnt, dass 1986 der Friedenskirche ein völlig neuer Innenanstrich unter künstlerischen Gesichtspunkten genehmigt wurde, wodurch die Raumstruktur besser zur Geltung kam.

Seit 1997 wurde das Äußere der Friedenskirche bis zur Turmspitze von Grund auf in Stand gesetzt, so daß sie sich an ihrem einhundertsten Geburtstag 1999 in aller Schönheit präsentieren konnte. Die Kellergewölbe, die Sakristei und der eigentliche Kirchraum mit neuer Fußbodenheizung sind soeben saniert worden. Aber all dies ist - wenn auch nicht unwichtig - kein Thema, das über die Zukunft der Gemeinde entscheiden wird. Vielmehr die Frage, ob Christen aller Konfessionen es verstehen, glaubhafte Zeugen des Friedens, der Freundlichkeit und Liebe Gottes zu sein, wird unser Beitrag sein zu einem Werk, das letztlich nur Gott selbst in seiner Hand hat. 

Buch: 100 Jahre FriedenskircheÜber viele Aspekte der Geschichte der Friedenskirche und ihrer Gemeinde informiert das Buch:

100 Jahre Evangelische Friedenskirche Düsseldorf, hg. von Martin Kammer im Auftrag des Presbyteriums der Ev. Friedens-Kirchengemeinde Düsseldorf, Düsseldorf 1999