Ev. Friedens-Kirchengemeinde Düsseldorf (Friedenskirche)

Gebhardt-Wandbild - Moses

Die neue Kirche, so ein Zeitzeuge, stellt sich "sonderlich innen als ein glänzendes Bauwerk dar [...], das namentlich durch die Wandgemälde Eduard von Gebhardts" weit über die Stadtgrenzen Düsseldorfs bekannt wurde. Bis zu ihrer Zerstörung in der Bombennacht des 11./12.Juni 1943 ist sie ein touristischer Höhepunkt in dieser Stadt. Es gehörte zum Straßenbild der Florastraße, dass dort Reisebusse parkten. Denn gerade auch für Protestanten, die ja bekanntlich eher zurückhaltend gegenüber bildlichen Darstellungen in Kirchen sind, war diese "Bilderbibel" an den Kirchenwänden besonders eindrucksvoll, zumal die Wandgemälde auch noch vom preußischen König bezahlt waren, der mit dem in Düsseldorf beliebten und an der Kunstakademie lehrenden Künstler auch seine eigene Reputation in der Stadt verbessern wollte.  

Einzig Fragmente der "Johannestaufe", der "Bergpredigt" und vom "Brennenden Dornbusch" sind heute noch vorhanden - und trotzdem noch immer für viele Anlaß, einen Blick in die Friedenskirche zu werfen.