Ev. Friedens-Kirchengemeinde Düsseldorf (Friedenskirche)

Wie alle Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland hat auch unsere Gemeinde eine Gesamtkonzeption gemeindlicher Aufgaben entwickelt. "Selig bist du, wenn du weißt, was du tust!" Dieses Jesuswort, das nur in einer Bibelhandschrift überliefert ist, kann erklären, worum es dabei geht:

Wir versuchen von neuem zu ermitteln, welchen Auftrag - oder welche "Sendung" - wir als Christen und als Kirche von unserem Herrn haben.

Wir versuchen genauer hinzuschauen, wo wir als Gemeinde existieren: in einem bestimmten Stadtteil mit einer ganz bestimmten Bevölkerungsstruktur (Altersgliederung, Einkommensverhältnisse, Religions- und Konfessionszugehörigkeiten, Lebensformen, Ausbildungs- und Bildungsstände, Freizeitverhalten usw.). 

Wir versuchen zu beschreiben, mit welchen Angeboten und Dienstleistungen, mit welchen Inhalten und in welchen Formen wir als Evangelische Kirchengemeinde unseren christlichen Auftrag möglichst wirksam erfüllen.

Die Friedens-Kirchengemeinde - eine Vision in neun Punkten (Fassung Juni 2003)

1. LEBEN In unserer Gemeinde feiern und verkünden wir auf vielfältige Weise das Leben, das Gott durch sein Wort verheißt und schenkt.

2. ANNEHMEN In unserer Gemeinde sind alle Menschen eingeladen, willkommen und angenommen: mit ihren Besonderheiten und Überzeugungen, Stärken und Schwächen, Nöten und Sehnsüchten. So nimmt die Liebe Gottes zu allen Menschen bei uns konkrete Gestalt an.

3. MERKEN In unserer Gemeinde erfahren Menschen, deren Lebensbedürfnisse weniger Beachtung finden, besondere Aufmerksamkeit: Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, junge Familien und Menschen auf der Suche nach Austausch und Gemeinschaft. So nimmt die besondere Zuwendung Jesu zu den Benachteiligten bei uns konkrete Gestalt an.

4. ENGAGIEREN In unserer Gemeinde engagieren sich Menschen mit ihren Interessen und Fähigkeiten. Wir freuen uns an der Einheit und Vielfalt der Gemeinde. Wir stellen uns notwendigen Auseinandersetzungen. Wir achten einander in unserer Verschiedenheit.

5. ÖFFNEN In unserer Gemeinde suchen wir Kontakt zu immer wieder anderen Menschen, stellen uns neuen Herausforderungen, begrüßen kritische Impulse, erproben ungewohnte Formen und entwickeln Bewährtes weiter. So warten wir auf den Geist, der "weht, wo er will".

6. SUCHEN In unserer Gemeinde suchen und üben wir eine christliche Spiritualität, die dem Evangelium entspricht und in unsere Zeit passt. Wir versuchen gemeinsam und als einzelne, unser Leben in Verantwortung vor Gott und seiner Schöpfung zu gestalten.

7. EINMISCHEN In unserer Gemeinde sind wir vernetzt mit vielen Einrichtungen und Initiativen in unserer Gesellschaft, die sich für Menschen einsetzen oder an einer humanen Gestaltung der Lebensverhältnisse mitwirken. Gemeinsam mit anderen nehmen wir unsere Mitverantwortung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung wahr.

8. ERWEITERN In unserer Gemeinde sind wir Partner in der Ökumene, vor Ort und weltweit. Als christliche Gemeinde stehen wir innerhalb der evangelischen Kirche und mit anderen Konfessionen und Religionen in unterschiedlichen Beziehungen. Wir pflegen und fördern sie mit Achtung und Interesse, durch Begegnungen und gemeinsame Veranstaltungen und durch unser Gebet.

9. FRIEDEN In unserer Gemeinde erfahren und lernen wir Frieden. Wir ergründen, wie Konflikte entstehen, wie sie sich entwickeln, wie sie bearbeitet werden können und wie Frieden gestiftet werden kann. "Christus ist unser Friede."