Ev. Friedens-Kirchengemeinde Düsseldorf (Friedenskirche)

Ev. Friedenskirche Düsseldorf - Außenansicht

 

Die Friedenskirche in der Florastraße 55 (Lage und Anfahrt >hier) bildet die Mitte der Gemeinde. Sie wurde 1899 im neugotischen Stil erbaut, 1943 zerstört, 1953 in schlichterer Form wieder aufgebaut und in den letzten Jahren außen und innen saniert.

Im Turm läuten drei Stahlglocken aus den 1920er Jahren; die vier Vorgängerinnen aus Bronze waren im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen worden.

>>> Hier können Sie sich ihr Geläut anhören: Glockengeläut der Friedenskirche

 
Ev. Friedenskirche Düsseldorf - Innenansicht (Blick zum Altar)
 
 
 Ev. Friedenskirche Düsseldorf - Innenansicht (Blick zur Orgel)
 

Empore Friedenskirche Düsseldorf

(obige Fotos: Thomas E. Götz) 

 

Christusfenster (Detail)

Der Bildschmuck des Innenraums stammt aus drei Bauphasen. Die einst berühmten biblischen Wandbilder von Eduard von Gebhardt aus der Zeit der Erbauung sind nur in wenigen Fragmenten erhalten. Die drei Chorfenster mit Darstellungen von Johannes dem Täufer, Christus und dem Apostel Paulus wurden 1954 von Martin Domke geschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hintz-Bild FriedenskircheVier großformatige Bilder von Matthias Hintz, Variationen zum Thema "Der Mensch in den Dingen", kamen im Jubiläumsjahr 1999 hinzu.

Die Beckerath-Orgel hat drei Manuale und 36 Register.
   

 

 

 

 






 

Gemeindehaus

Das Gemeindehaus links neben der Friedenskirche (Florastraße 55b) wurde 1955 von den Architekten Hentrich, Petschnigg & Partner (HPP) errichtet. Nach bald fünf Jahrzehnten starker (Ab-)Nutzung wurde es unlängst durchgreifend saniert, behindertengerecht gestaltet und dabei neuen Sicherheits- und Nutzungsanforderungen angepasst. Unlängst erhielten das Gemeindehaus (2016) sowie die Friedenskirche (2015) einen barrierefreien Zugang.


Im Zuge der Innenrenovierung der Friedenskirche im Jahr 2001 wurde auch die denkmalgeschützte Sakristei wieder hergestellt. Sie war als einziger Raum bei den Bombenangriffen des letzten Krieges nicht zerstört worden und ließ noch etwas von ihrer vormaligen Ausgestaltung erahnen. Bei einer Begehung durch die Denkmalbehörde der Stadt Düsseldorf wurde zur Auflage gemacht, diesen Raum weit gehend wieder in den Originalzustand zurück zu versetzen. Dazu war es notwendig, alle Anstriche vom Bundsandstein der Fenster und von den Laibungen des neugotischen Dachgewölbes zu entfernen, was schließlich in mühevoller Kleinarbeit gelang. Auch alle Einbauschränke mussten herausgenommen werden, da sie den Gesamteindruck des Raumes entstellten. Zusammen mit den alten Möbeln ist die Sakristei heute wieder ein ansprechend gestalteter Vorbereitungsraum für die gottesdienstlichen Feiern. Auch manches Tauf- und Traugespräch fand hier schon statt.
 


Bei der schon erwähnten Begehung durch das Denkmalamt wurden auch die Kellergewölbe unter der Sakristei in Augenschein genommen. Diese waren in äußerst kritischem Zustand. Überall war Putz großflächig herunter gebrochen, Elektroleitungen liefen unbefestigt über die Wände, Heizungsrohre waren undicht. Zwei der ehedem drei Fenster waren mit Beton zugegossen. Aber es war auch deutlich sichtbar, dass hier ein aufwändig gestaltetes Kappengewölbe vorhanden war, das den Schluss nahe legte, dass dieser Raum einmal für etwas anderes als ein einfacher Kohlenkeller und späterer Abstellraum genutzt worden sein musste.


 Ev. Friedenskirche Düsseldorf - Krypta

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Plötzlich wurde deutlich, dass die Aussparung in der Wand eine nach dem Krieg zugemauerte Tür war, die den alten Zugang von der Kirche zu diesem Raum versperrte. Angesichts der Lage unter der Sakristei war für das Denkmalamt sehr schnell die Existenz einer Krypta, also eines kleinen Gottesdienstraumes, deutlich. Und als solcher sollte dieser Raum wieder hergerichtet werden.

Dem Engagement des mit der Renovierung der Kirche beauftragten Architekturbüros Derichs ist es zu verdanken, dass die Friedenskirche heute zusätzlich einen kleinen besonders für Taufen und Andachten geeigneten Gottesdienstraum besitzt. Auch eine Trauung hat hier schon stattgefunden. Werfen Sie doch bei Gelegenheit einfach einmal einen Blick in Krypta und Sakristei und Sie werden sehen, dass hier mit viel Feingefühl Altes und Neues architektonisch miteinander verbunden wurden.

Das Gebäude rechts neben der Friedenskirche (Florastraße 55a) beherbergt im Erdgeschoss das Gemeindebüro.
Gemeindebüro Florastraße 55a

Im zweiten Stock liegen Pfarramt des ersten Pfarrbezirks (Pfarrerin Konstanze Meschke) sowie Pfarramt und Pfarrwohnung des zweiten Pfarrbezirks (Pfarrer Martin Kammer).

Pfarramt und Pfarrwohnung des vierten Pfarrbezirks (Pfarrerin Frauke Müller-Sterl), der ebenfalls der Friedenskirche zugeordnet ist, liegen in der Gladbacher Straße 25.

Als Kirchenmusiker ist an der Friedenskirche Kantor Andreas Petersen tätig.

Der Friedenskirche und ihren drei Pfarrbezirken sind ferner das Evangelische Familienzentrum Fürstenwall sowie die drei Kindertagesstätten Gladbacher Str. 25, Fürstenwall 186a und Pionierstraße 61 (Trägerin: Diakonie Düsseldorf) zugeordnet.