Ev. Friedens-Kirchengemeinde Düsseldorf (Friedenskirche)

Seit Juli 2017 wird „Nachbarschaft am Telefon“- ein telefonischer Besuchsdienst in der Friedenskirche - umgesetzt.

18 EhrenamtlerInnen haben Ideen eingebracht, sich informiert und ausbilden lassen. Sie sind aktiv und rufen einmal wöchentlich Menschen in der Gemeinde oder im Stadtteil an, die sich über einen Anruf freuen. Das Schöne am Angebot: man muss nicht die Wohnung verlassen, sich zurechtmachen oder tipptopp aufräumen, Kaffee und Kuchen für den Besuch bereitstellen, sondern kann sich ganz auf das verabredete Telefongespräch
freuen.

Melden Sie sich gerne im Seniorenbüro, wenn Sie bei „Nachbarschaft am Telefon“ mitmachen möchten oder angerufen werden wollen. Die Koordination übernimmt das Seniorenbüro, Tel.: 6000 15 15.

Hier eins von vielen Beispielen: Frau G. freut sich über den wöchentlichen Anruf: „Als Frau Martini mich Anfang Juli dieses Jahres anrief, mir das Projekt erklärte und mich fragte,
ob ich gerne einmal in der Woche einen Anruf bekommen würde, habe ich spontan „ja“ gesagt, obwohl ich mir keine rechte Vorstellung von dem Vorhaben machen konnte. Kurz darauf klingelte das Telefon. Am Apparat war eine mir unbekannte Dame, die sich gleich vorstellte. Es war Frau V. von „Nachbarschaft am Telefon“ und ruck, zuck waren wir in ein Gespräch vertieft. Wir stellten gleich schöne Gemeinsamkeiten fest, tauschten Kindheitserinnungen aus der Nachkriegszeit aus, lachten und staunten, wenn wir uns an die gleichen Erlebnisse erinnerten – obwohl sie im Sauerland und ich
im Schwarzwald die Kindheit verbrachte. Seither freue ich mich jede Woche aufs Neue über den Anruf von Frau V., der mich auf andere Gedanken bringt.

Das Seniorenbüro der Friedenskiche hat mit dem Projekt „Nachbarschaft am Telefon“ eine wunderbare Idee in die Tat umgesetzt: Wildfremde Menschen
aus dem Wohnumkreis am Telefon zusammenzubringen, vor dem Hintergrund einer Kirchengemeinde, die Vertrauen ausstrahlt, – das finde ich großartig. Jedoch fand ich es zunehmend schade, dass ich bei den Anrufen kein „Gesicht“ vor mir hatte. Das wurde für mich langsam zum Problem. Bis zum Fest der Friedenskirche am 24. September. Da sagte Frau Martini zu meiner Freude, wo mich Frau V. findet. Und nun ist der Gedankenaustausch noch mal so
temperamentvoll und intensiv.“

Beate G.

Der Flyer über diese Initiative kann >>> hier heruntergeladen werden.